Rundschreiben Februar 2005


Liebe Islandhundefreunde,

wir wünschen Euch allen, wenn auch etwas verspätet ein frohes und erfolgreiches Neues Jahr. Dieses Jahr wird der Schwerpunkt unserer Vereinsarbeit auf der systematischen und sinnvollen Organisation unserer Zucht des Islandhundes gesetzt. Es gilt eine Zuchtordnung zu erstellen und diese bei unserer nächsten JHV vorzustellen und abzusegnen.

Kurse wird es dieses Jahr keine geben. Dafür sollten wir versuchen regional gemeinsame Hundespaziergänge anzubieten. Ein Spaziergang bedarf keiner großen Planung und Organisation. Jedes Mitglied hat doch bestimmt eine Lieblingsrunde, wo man sich treffen könnte und mit mehreren Hunde laufen kann. Dabei ist es egal, ob nur 2 Hunde oder 10 oder mehr Hunde nebst Besitzer sich zusammen finden. Also, wer einen Hundespaziergang in seiner Region anbieten möchte, kann mir zur Veröffentlichung im Internet, den Ort, das Datum, Uhrzeit und seine Telefonnummer für Fragen mailen oder mich anrufen: Silke Müller-Uloth, Tel.: 04106 / 67691. Minimaler Aufwand - große Wirkung!

Dann werden wir dieses Jahr natürlich ein Islandhundetreffen veranstalten. Der Termin wird voraussichtlich im Juli oder August sein, da wir um die Zeit die beste Wettergarantie haben und vielleicht der eine oder andere von Euch gerne eine kleine Reise unternimmt. Veranstaltungsort wird wieder der Hof von Familie Wulf in Bokel bei Barmstedt (ca. 30 km nordöstlich von Hamburg) sein.

Für ein mögliches Welpentreffen der Jahrgänge 2004/2005 benötigen wir noch einen Veranstaltungsort und es sollten genügend Interessenten teilnehmen, damit sich die Organisation eines solchen Treffens auch lohnt. Terminlich würde sich Herbst 2005 anbieten, da dann der größte Teil unserer Würfe verkauft sein dürfte.

Nun aber wieder zu dem wichtigen Thema "Zucht und Erhaltung der Rasse Islandhund". Auf unserer letzten JHV berichteten Frau Hoffmann und ich von der Einladung der ISIC im Herbst 2003. Es sah so aus, als ob sich eine eventuelle Kooperation ergeben könnte. Wir hatten beschlossen eine Zuchtdatenbank nach den Vorgaben des ISIC zu erstellen, damit eine Sichtung und Austausch an Daten stattfinden kann. Dies wäre für die ISIC eine einmalige Gelegenheit gewesen, einen Überblick über das vorhandene genetische Material unseres Vereines zu erhalten und einen gemeinsamen Austausch an "Zuchtmaterial" anzustreben. Ein weiterer Punkt auf der JHV war, dass unser Verein sich dazu bereit erklärte, eine Kostenbeteiligung für eine angedachte genetische Blutuntersuchung zu übernehmen, wenn auch für unsere Zucht die gewonnen Informationen zur Verfügung gestellt würden. Also, alles im Allen sind wir einen riesigen Schritt auf die ISIC zu gegangen und es hörte sich auch erst so an, als ob dort eine Annäherung angedacht würde.
Auf meine Kontaktbemühungen und Mitteilung unserer Beschlüsse, erhielt ich keine Antworten. Meine Mails wurden zwar gelesen und der Empfang bestätigt, aber mehr nicht. Jetzt las ich neulich ein Schreiben der ISIC im Internet auf der Seite http://www.islandhund.com/Deutsch/ISIC/isic.html, in dem ausdrücklich die Züchter des FCIs dazu aufgerufen werden, Hunde nicht an nicht FCI interessierte potentielle Besitzer zu verkaufen, weil das genetische Material damit für immer verloren sei, da es auf gar keinen Fall eine Zusammenarbeit mit den Islandhundefreunden geben wird. Ein Islandhund ist nur ein echter Islandhund, wenn dessen Papier das Gütesiegel der FCI trägt! Damit hat die ISIC den endgültigen "Tod" dieser wunderbaren Rasse beschlossen, da diese kleine Population es sich überhaupt nicht leisten kann in solche unsinnigen Kategorien eingeteilt zu werden.
Jetzt ist es an uns den Genpool unserer Zucht zu erweitern und wenn es geht nach Möglichkeit aus eigenen Kräften. Der Zukauf von guten Hunden für unsere Zucht könnte sich eventuell momentan schwierig gestalten, wenn man sich als "Islandhundefreunde" outet. Bleibt zu hoffen, dass es auch im Rahmen der ISIC Querdenker gibt, die sich nichts von solch einer Organisation diktieren lassen.
Wir müssen weiter nach vorne und nicht wie in den letzten Jahren in die Breite züchten. Das bedeutet, dass unsere Züchter und auch Mitglieder umdenken müssen! Es ist wichtig, dass wir alle Hunde, die bei uns geboren werden nicht aus den Augen verlieren, da vielleicht gerade ihr Erbgut für die weitere Zucht von Bedeutung sein kann. Eine Bitte an alle Züchter: Sprecht Eure bisherigen und zukünftigen Welpenkäufer auf den möglichen Zuchteinsatz ihrer Hunde in unserem Verein an. Informationen dazu, Zuchtvoraussetzungen usw. könnt Ihr bei Sabine Hoffmann: sabine.hoffmann@islandhund.org oder telefonisch unter: 04322/4065 erfragen.

Ein weiterer Schritt zur Erhaltung unserer Zucht, ist noch einmal die Bitte an alle Züchter auch weitere Wege in Kauf zu nehmen, wenn die Hündin zum Decken gebracht werden soll oder der Rüde zur Hündin. Bei der Auswahl des Deckrüden ist nicht nur auf dessen Felllänge und Gefallen des Aussehens zu achten. Unsere "alten" Deckrüden haben eigentlich ihre Schuldigkeit getan. Jetzt sind die Youngsters und die bisher nicht "genutzten" Rüden an der Reihe. Die alten müssen nur weiter der Zucht zur Verfügung stehen, wenn keine andere Anpaarung in Frage kommt. Dann sollten wir zusätzlich versuchen nicht alle unsere Blutlinien miteinander zu vermischen, so dass immer Hunde aus Anpaarungen heranwachsen, die auch einen späteren Partner aus unserer Zucht finden können.
Anpaarungen sollten nicht zu oft wiederholt werden und Rüden nach einer gewissen Anzahl an Deckeinsätzen aus der Zucht genommen werden.
Es wäre prima, wenn sich alle Zuchtinteressierten darüber Gedanken machen und eigenverantwortlich handeln, damit der Verein nicht dazu gezwungen ist mit Reglements einzugreifen.

Hiermit dürfte sicher gestellt sein, dass sich die ISIC in der Vorhersage, dass sich unsere Zucht sowieso bald von selbst erledigt hat, irrt. Die Genugtuung sollten wir diesem Komitee nicht gönnen!

Anfragen zur Abstammung der Hunde, deren Anpaarung geplant ist, macht auf jeden Fall vorher Sinn, damit die Züchter einen Überblick über den Verwandtschaftsgrad haben. Die umfangreichen Papiere werden von Frau Nick im Zuchtbuch verwaltet. Sie kann Euch Auskunft geben. Entweder schreibt Ihr eine e-mail an: andrea.nick@islandhund.org oder Ihr erreicht sie per Telefon unter: 04321/70 79 442 oder 0171/7945150.

Ich hoffe, bald von Euch zu hören, wann und wo der nächste Islandhundespaziergang bei Euch stattfinden soll.

Viele Grüße,

Silke Müller-Uloth (PR der Vereinigung der Züchter, Besitzer und Freunde des Islandhundes in Deutschland e.V.)

Hasloh, 01.02.2005

 

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