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Längere Ausflüge mit dem jungen Islandhund rufen schwere Schäden hervor |
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Grundsätzlich keine Touren mit Hunden unter 18 Monaten
Silke & Skundi (4 Jahre alt) Erfahrene Hundezüchter auf Island machen sich Sorgen um eine Entwicklung in den USA und in Europa: In der Vergangenheit haben sich Berichte an die Züchter gehäuft, in denen Kunden stolz von den ausgedehnten Lauf- oder Reittouren mit ihren jungen Islandspitzen berichten. "Ein Riesenfehler", sagen die Züchter in Island. Denn solche Ausflüge haben verhängnisvolle Folgen für die Hunde: Ihr noch ungefestigtes Skelett wird überstrapaziert. Genau das führt dann nämlich zu Fehlstellungen, Knochendeformationen und Lahmheiten. Eiserne Regel daher bis heute in Island: Hunde unter 18 Monaten werden bei Reit-, Rad- oder Joggingausflügen grundsätzlich nicht mitgenommen. Noch besser: Man wartet, bis der Hund wirklich ausgewachsen, also etwa zwei Jahre alt ist. So die Empfehlung der erfahrenen Hundeleute von der Insel. Warum die Isländer sich bis heute so strikt an diese uralte Regel halten? Es ist der Respekt vor unserer Natur und vor dem jahrhundertealten Wissen unserer Vorfahren, die unter äußerst harten Bedingungen damit gelebt haben, sagen sie. Ein guter Hüte- und Treiberhund war für die Bauern ebenso wichtig wie ein gutes Pferd und eine gesunde Schafherde. Der Einsatz eines Junghundes bei der Arbeit hätte das vorzeitige Ende des Tieres - und damit verbunden auch einen materiellen Verlust des Bauern bedeutet. Genau darum wurden die Islandspitze so lange von der Arbeit ferngehalten. Deshalb, auch wenn es uns schwer fällt und unser junger Hund doch so kräftig und lauffreudig wirkt: Zuhauselassen! Bekanntlich sagt der Volksmund: "Was ein Haken werden will, krümmt sich beizeiten." Übertragen auf eine vorzeitige Ausbildung unserer Islandspitze als Begleithunde ist das allerdings wörtlich zu nehmen. |
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