Der Islandhund als Familienhund - Snorre erzählt

von Silke Müller-Uloth


Hallo Ihr alle,

vielleicht sollte ich mich erst einmal kurz vorstellen. Ich heiße Snorre vom Steenbeksmoor. März 2000 wurden meine 5 Geschwister und ich geboren. Für unsere Mutter: Kvika vom Lindauer Kamp und unseren Vater: Skundi vom Uhlenhof waren wir der erste Wurf.

Das ist meine Familie:

Sabine ist die Chefin. Ihr folge ich überall hin. Manchmal nervt sie meine Anhänglichkeit, da ich aber sehr geduldig bin, lass ich mich nicht davon abbringen. Dann gibt es noch Andreas, den 2. Chef, der das Geld für mein Futter verdienen muß. Am Wochenende geht er sogar morgens mal mit mir spazieren.
 
Das sind Nico und Lasse, meine besten Freunde. Sie toben mit mir im Garten und sind für jeden Schabernack zu haben.

Damit meine Familie komplett ist, möchte ich Euch Oma Karin und Opa Rolf vorstellen. Die besten Hundesitter, die sich ein Vierbeiner wünschen kann. Opa Rolf ist ein lebender "Hundekeksautomat". Für Skundi und für mich gibt es aus der einen Hosentasche Leckerlies und für Lasse aus der anderen klasse Bonbons.

 

Oma Karin und Opa Rolf haben eigentlich vorgeschlagen, dass meine Familie einen Islandhund anschaffen könnte. Mein Vater Skundi wohnt nämlich in dem gleichen Eingang wie Opa Rolf und Oma Karin. Natürlich leistete er volle Überzeugungsarbeit, obwohl meine Chefin keinen Hund mehr haben wollte. Schließlich hat sie den größten Teil der Arbeit und ihre Erfahrungen mit dem ersten Hund waren leider nicht immer die besten. 

Zum Glück wurde sie von den anderen Familienmitgliedern überstimmt, wie sie heute behauptet.

Nachdem meine Geschwister und ich 2 Wochen alt waren, hockte die gesamte Familie vor unserer Wurfkiste. Wer von uns sollte es nun sein? Nico gefiel mir sofort. Ich bekam seinen Finger zu fassen und nuckelte gleich darauf herum. Das war der Anfang unser Freundschaft.

Das ich später nicht das Abbild meines Vaters sondern meiner Mutter geworden bin, stört keinen. Eigentlich ist das auch ganz gut so, da Nico Allergiker ist und mit meinem kurzen Fell wesentlich besser zurecht kommt.

Ansonsten kann ich meine Eigenschaften als Familienhund prima ausleben. Kinder sind für uns Islandhunde das Größte. Wir finden leicht Kontakt zu ihnen und haben viel Geduld. Beim Spielen und Toben gehen wir vorsichtig mit jedem um und achten immer den Schwächeren, da wir uns für ihn verantwortlich fühlen.

Wichtig ist, dass wir auch mal eine Pause haben können. Wir brauchen einen Platz, um uns ungestört zurückzuziehen. Aber ansonsten wollen wir überall dabei sein und an dem Familienleben teilhaben.

Bei unserer Erziehung ist darauf zu achten, dass wir von Anfang an liebevoll aber konsequent und wenn es notwendig ist, auch streng erzogen werden. Die Youngsters in der Familie sollten nicht kontraproduktiv gegen die Eltern arbeiten. Hält man diese Spielregeln ein, braucht man nicht unbedingt mit uns auf den Hundeplatz zu gehen.

Zum Glück bin ich in einer sehr spaziergehfreudigen Familie gelandet. Manchmal ist es mir fast schon ein wenig zu viel, aber meine 2 -3 Stunden fordere ich jeden Tag ein. Die meiste Zeit laufe ich am Liebsten frei und da ich mit jedem Hund gut zurechtkomme, gehorche und immer bei meinem Rudel bleibe, kann jeder mit mir umgehen. Nur, dass ich auch bei Wind und Wetter nach draußen will, trifft nicht immer auf Gegenliebe. Aber das stört mich nicht, weil ich meinen Auslauf brauche.

Zusammenfassend kann ich nur sagen, wer einen umgänglichen, kinderfreundlichen, anhänglichen und unkomplizierten Familienhund sucht, sollte über einen Islandhund wie mich nachdenken.

 
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