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Dieses Jahr verbrachten wir unseren Urlaub in
Österreich, um zu wandern.
Mit dabei war natürlich unser 2-jähriger
Islandhund Gandur. Wir waren gespannt darauf, wie "bergtauglich"
er sein würde. Schon am ersten Tag waren alle Bedenken verflogen.
Als wenn die Berge sein "Zuhause" wären, bewältigte er die Strecken
und Steigungen, auch steilere, felsige Hindernisse und Geröllfelder
mit Leichtigkeit und einer unermüdlichen Kondition.
Er
rutschte auf allen Vieren Schneefelder herunter, so daß wir unseren Spaß
hatten.
Am vorletzten Tag erwies Gandur
sich als Bergretter.
Als wir eine Tour abbrechen mußten, weil
es über einen steilen Grat ging und zu schwierig wurde, entschieden wir
uns, statt den selben Weg zurückzugehen, für einen, der nicht ausgezeichnet
war, aber "einladend" aussah. Es ging einige Stunden über Geröll durch
eine Rinne bergab (gut daß Gandur ein "Geschirr" hatte), bis wir an einem
steilen Abgrund standen und uns klar wurde, daß es dort nicht weiterging.
Zurück ging es auch nicht mehr, da es Abend wurde.
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Uns saß der Schreck ziemlich in den Knochen,
zumal ein Gewitter aufzog. Wir mußten uns einen Platz zum Übernachten
suchen und fanden nach 2 Stunden Aufstieg einen kleinen Felsvorsprung.
Fragen kamen auf, z.B. wie kalt es in der Nacht werden würde (Tage vorher
hatte es noch geschneit), ob wir am Morgen den Weg zurück finden würden,
wie rutschig das Geröll werden würde, falls es regnet, wie schlimm die
Handverletzung unseres Freundes sein würde, usw.
Um 21:30 Uhr wurde es dunkel und zu dritt
saßen wir in dem Felsvorsprung, der schräg nach unten abfiel. Ängste kamen
auf, auch wenn sich das Gewitter wieder verzog und einem Sternenhimmel
Platz machte. Gandur lag vor dem Unterschlupf (gut, daß er so viel Fell
hat) und verhielt sich ganz ruhig. Dann bemerkten wir, daß wir gesucht
wurden, konnten uns aber nicht bemerkbar machen. Irgendwann bellte ein
Suchhund.
Von dem Zeitpunkt an war Gandur hellwach
und bellte immer wieder, um zu antworten und zu zeigen, wo wir waren.
Morgens um 05:30 Uhr kamen 6 Leute von der Bergwacht (insgesamt hatten
70 Personen nach uns gesucht), versorgten uns mit heißem Tee und führten
uns einen Weg den Berg hinunter, den wir niemals gefunden hätten. Sie
erzählten uns, daß sie uns ausschließlich an Gandur's Bellen orientiert
und unsere Rufe selbst kurz vor unserem Unterschlupf nicht gehört hätten.
Wir waren heilfroh, Hilfe zu bekommen. Zur Belohnung gab es reichlich
Stöckchen werfen und viel Lob für Gandur.

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